Veränderungen in einer Beziehung sind gut – oder nicht?

Ein Partnerschaft will gepflegt und gehegt werden und von Zeit zu Zeit sind Veränderungen genau das richtige, um die Beziehung wieder interessanter zu gestalten. Doch welche Veränderungen sich hierfür eignen und welche eher weniger, können nur wenige Menschen auseinander halten. Zum Teil kommt es soweit, dass eine Beziehung aufgrund der gewollten Veränderung beendet wird. Es wird demnach ebenso unterschieden zwischen gewollten und ungewollten Veränderungen.

Nicht jede Veränderung war geplant

Schwangerschaft als ungewollte Veränderung
Eine Schwangerschaft kann eine einschneidende Veränderung in der Beziehung bedeuten. Bild © JMG / pixelio.de
Eine Veränderung kann eine Beziehung interessanter gestalten, sofern die Veränderung positiv wirkt und geplant war. Doch im Alltag des Lebens ereignen sich meist Veränderungen, die in diesem Maße nicht geplant waren. So beispielsweise eine ungewollte Schwangerschaft, ein tolles Jobangebot am anderen Ende der Welt oder der Tod eines geliebten Menschen. All diese Dinge wirken sich zwangsläufig auf die Beziehung aus und können nur bedingt geplant werden.

Steht eine Fernbeziehung ins Haus, kann dies ein Auseinanderleben oder ein Schritt in eine neue Zukunft bedeuten. Das Kind kann ebenso Freude oder Leid bescheren, da es für eine Beziehung oftmals eine große Herausforderung ist. Der Tod eines geliebten Menschen kann einen so sehr aus der Bahn werfen, dass er sich grundlegend verändert. In diesen Situationen ist es oftmals entscheidend, wie die Beziehung vor der Veränderung aussah. War sie gefestigt, wird sie die ungewohnte Situation nicht auseinander brechen lassen. Wo die Beziehung zuvor bereits nicht so gut funktionierte, wird es auch mit der Veränderung schwer.

Veränderungen als etwas Gutes

Der Umzug in ein neues Leben
Ein Umzug, als geplant Verändung, kann die Partner in einer Beziehung weiter zusammen schweißen. Bild © Cornelia Menichelli / pixelio.de
In Paartherapien oder bei Ratschlägen von Freunden, werden Paaren oftmals Veränderungen vorgeschlagen. Denn eine veränderte Situation lässt vieles anders aussehen. Der Partner wird dadurch interessanter, die Beziehung erhält neuen Schwung oder der nächste Schritt wird endlich vollzogen. Eine Veränderung kann dabei beispielsweise der Umzug in eine andere Wohnung, evtl. sogar in eine andere Stadt sein oder es wird versucht wieder einmal mehr gemeinsam zu unternehmen.

Die geplanten Veränderungen sollten wohl überlegt sein, denn nicht jede Veränderung ist für jede Beziehung geeignet. Was in einer Partnerschaft geholfen hat, kann bei Freunden alles zerstören. Seien Sie daher auch sparsam mit guten Ratschlägen. Manche Menschen haben Angst vor Veränderungen und sträuben sich dagegen. Andere wiederrum sehen es als eine gute Veränderung, wenn sie den Partner so zurecht biegen, wie sie ihn gerne hätten. Gerade letzteres kann sehr gefährlich sein und sollte denjenigen, der verändern möchte, zum Nachdenken bringen, ob dies der richtige Partner ist.

Veränderungen sind gut, vor allem in einer Beziehung, wenn beide hiermit einverstanden sind und gleichermaßen daran mitwirken. Besteht ein Veränderungswunsch nur auf einer Seite, sollte diese nicht auf Biegen und Brechen umgesetzt werden. Einige Veränderungen – auch gewollte – bewirken genau das Gegenteil, daher sollte vor dem Plan etwas zu verändern, genauestens bedacht werden, welche Konsequenzen dadurch entstehen.