Gegensätze ziehen sich an – oder etwa nicht?

Ein allgemein gebrauchter Satz in der Liebe ist „Gegensätze ziehen sich an“. Diese Aussage wird aufgrund des Phänomens, das sich Magnete verschiedener Pole anziehen getroffen. Doch oftmals hat man das Gefühl, dass dieser Spruch immer dann kommt, wenn ein Liebespaar tatsächlich sehr gegensätzlich ist und viele an den
Fortbestand dieser Beziehung nicht glauben. Doch viele Filme machen es vor und zeigen die große Liebe von vollkommen unterschiedlichen Paaren.

Die Schöne und das Biest

Auch wenn hier die Moral darin besteht, die innere Schönheit trotz äußerlicher Hässlichkeit zu erkennen, zeigt es zwei vollkommen verschiedene Menschen. Bell ist die schöne Tochter aus ärmlichen Verhältnissen – das Biest hingegen wohnt in einem Schloss ist verbittert und wurde verzaubert. Der Zauber zeigt die wahren Charaktereigenschaften – die schlechten – in seiner Gestalt. Bell hingegen ist eine Frohnatur und selbstlos. Ihre gute Art überträgt sich auf das Biest. Gerade solche Paarungen lassen sich in vielen Freundeskreisen finden.

Pretty Woman: Edward Lewis und Vivian Ward

Wer kennt den Klassiker Pretty Woman nicht? Auch hier geht es wieder um ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, die auf die Rettung durch den Prinzen wartet. Nicht nur hier liegt der Gegensatz, denn während Vivian gerade raus und alle ausplappert, was ihr gerade in den Sinn kommt, ist Edward sehr bedacht, was er sagt. Als typischer Geschäftsmann weiß er sich in der High Society zu benehmen. Beide Charaktere nähern sich dem anderen an – Edward wird lockerer und Vivian ruhiger.

Dirty Dancing: Johnny Castle und Baby Houseman

Ebenso ein Klassiker der Filmgeschichte. Hierbei ist es anders herum: Johnny stammt aus armen Verhältnissen und Baby ist die verwöhnte Tochter. Hierbei zeigt sich besonders gut, dass ihnen keiner die Liebe zutraut. Der Gedanke, dass der Mann für die Frau sorgen muss und mehr verdienen sollte als sie, spielt hierbei sicherlich auch eine Rolle. Dennoch vertrauen die beiden auf ihre Liebe und tauchen ein in eine neue Welt.

Avatar: Jake und Neytiri

Ein noch recht junges Paar der Filmgeschichte. Doch hier kann ein Vergleich zu Dirty Dancing gezogen werden. Es geht weniger um arm oder reich, sondern vielmehr darum dass beide in völlig verschiedenen Welten leben. Es zeigt sich, dass beide viel voneinander lernen können, sofern sie den anderen vollkommen respektieren und Neues annehmen können. In beiden Filmen kann eine Art Trotzreaktion erkannt werden, die allen Skeptikern zeigen soll, dass ihre Liebe bestand hat.

Fazit

Diese vier Paar der Filmgeschichte zeigen es ganz deutlich: Gegensätze können sich anziehen. Voraussetzung ist, dass beide sich auf das Neue einlassen, von dem anderen lernen und ihm ebenso etwas beibringen können. Zusätzlich brauchen diese Paar viel mehr Geduld mit ihrer Umwelt und sie brauchen ein breites Rückgrat, denn sie werden gegen viel Kritik ankämpfen müssen. Hinzu kommen eigene Zweifel und oftmals jede Menge Kompromisse. Die genannten Paare zeigen aber auch, dass in einer Beziehung immer eine gewisse Annäherung stattfindet hinsichtlich der Charaktere. Ist der eine sehr gutmütig und der andere weniger, wird er in der Beziehung ein wenig Gutmütigkeit annehmen und selbst anwenden. Ähnlich verhält es sich mit anderen Sichtweisen und Eigenschaften.