Eifersucht tut selten gut

Eifersucht ist ein natürliches Phänomen, das in vielen Familien und Beziehungen öfter Streit auslöst. Es wird von einer schmerzhaften Emotion gesprochen, die durch eine ungenügende Aufmerksamkeit einer hoch geschätzten Bezugsperson ausgeht und eine tatsächliche oder vermeintliche stärkere Zugneigung gegenüber einer anderen Person zeigt.

Eifersucht in der Beziehung

Eine Prise Eifersucht kann in einer Beziehung eine gewisse Würze geben, jedoch tut zu viel davon meist nicht gut und führt zu unnötigen Streitigkeiten. Einer der Partner verlangt meist eine Zuneigung oder die Liebe seines Partners, die dieser nur ungenügend zeigt. Diese Liebe wird grundsätzlich vom Eifersüchtigen in Frage gestellt, wobei sich extreme Verlustängste bilde können. Eifersucht kann in diesem Fall drastische oder auch gewalttätige Handlungen nach sich führen.

Flirten kann zur Eifersucht führen
Glückliche Beziehung ohne Eifersucht. Bild © Alexandra H. / pixelio.de
Häufiger Auslöser der Eifersucht in einer Beziehung bei Frauen ist das Flirten ihres Freundes mit einer vermeintlich attraktiveren Frau. Ebenso werden viele Menschen eifersüchtig, sobald der Partner Vertraulichkeiten mit einer anderen Person austauscht. Frauen werden dabei eher eifersüchtig, wenn der Partner eine tatsächliche oder vermeintliche emotionale Untreue begeht. Männer hingegen eher bei tatsächlicher bzw. vermeintlicher sexueller Untreue der Partnerin. Eifersüchtige Partner verlangen in der Folge meist ausnahmslose Aufmerksamkeit des Partners. Wie eifersüchtig Sie sind, können Sie in einem Test von Focus online erfahren.

Grund zur Eifersucht besteht meist nicht

Eifersüchtig ist meist nur derjenige, der ein Selbstwert-Defizit hat. Der Eifersüchtige hat meist eine mangelnde Wertschätzung seiner selbst, was zu Verlustängsten und Phantasien führen kann. Durch die mangelnde Aufmerksamkeit sieht sich der Partner in seinem Stellenwert bei der Person gefährdet. Er reagiert mit Angst, Trauer, teilweise Wut und Selbstzweifel. Diese Emotionen verleiten nicht dazu, den Partner bei jedem kleinen Flirt zu verhören oder ihm Vorwürfe zu machen.

Weitere Auswirkungen sind kleine bis große Schnüffeleien beispielsweise im Handy bis hin zum Hinterherfahren und Kontrollanrufen. Besonders effektiv gegen Eifersucht ist eine gesunde Selbstachtung. Wer sich selbst gerne hat und sich selbst annimmt, wie er ist, ist seltener eifersüchtig. Zudem sind Einzelkinder weniger betroffen von Eifersucht, da sie nie mit Geschwistern um die Liebe der Eltern kämpfen mussten und somit auch nie die Angst verspürt haben, dass sie diese nicht bekommen. Gegen krankhafte Eifersucht sollte – wenn nötig mit Hilfe – vorgegangen werden, denn sie kann gutfunktionierende Beziehungen gefährden.

Wichtig in einer Beziehung ist es sich selbst zu schätzen und auch eigene Dinge, ohne den Partner, zu machen. So bewahrt man sich eine gewisse Selbstachtung, die entgegen der Auslöser zur Eifersucht wirken. Wer sich selbst liebt, kann anderen auch glauben, dass sie einen lieben.