Die kleinen Dinge im Leben zählen

Nicht selten trennen sich gerade die Paare, von denen es keiner erwartet hatte. Das eingespielte Team, die bereits mehrere Jahre ihr Leben miteinander teilen. Nach außen sind sie die Harmonie pur und dann kommt die Schocknachricht der Trennung. Viele Freunde, Familienmitglieder und Bekannte leider oftmals sogar mehr als die eigentlich Beteiligten. Zum Teil geht die Trennung nur von einem aus und der andere hat die Veränderung nicht kommen sehen. Doch wieso ist es so? Was fehlt in der Beziehung, wenn doch alles stimmt?

Der böse Alltag – ein richtiger Umgang hilft

In vielen Fällen wird der Grund für eine Trennung bei dem bösen Alltag gesucht. Der Alltag ist Schuld, dass die Schmetterlinge im Bauch verflogen sind, dass sich keine Zeit mehr für den anderen genommen wird und ohnehin alles total verändert ist. Doch ist das fair? Wie haben es die Paare hinbekommen, die bereits mehrere Jahrzehnte zusammen ihr Leben meistern?

Der viel verfluchte Alltag ist nichts anderes als Gewohnheit. Es ist selbstverständlich, dass der Partner nach der Arbeit nach Hause kommt und abends zusammen auf der Couch ein Film geschaut wird. Ebenso ist es zur Gewohnheit geworden, dass sie sich um das tägliche Essen kümmert, währenddessen er die handwerklichen Dinge in der Wohnung angeht.

In der Regel beginnt eine Beziehung anders. Gewohnheiten sind in Ordnung, wenn der Sinn für die Zweisamkeit dadurch nicht verloren geht. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn lästige Haushaltsaufgaben von nur einem Part erledigt werden und dieser sich dadurch unberechtigt behandelt fühlt. Zu Beginn werden diese Dinge liegen gelassen oder gemeinsam erledigt. Besinnen Sie sich auf die Anfänge und erledigen Sie Haushaltsaufgaben gemeinsam.

Keine Zeit für die Liebe – die Zeit muss man sich nehmen

Ein weiterer Vorwurf an die Allgemeinheit, wenn eine Beziehung zerbricht ist meist die mangelnde Zeit. Früher hatten wir alle viel mehr Zeit, heute müssen wir mindestens 8 Stunden am Tage arbeiten und dann noch den Weg nach Hause nehmen. Wo soll da noch Zeit für die Liebe sein? Diese Zeit muss man sich nehmen. Denn im Grunde fehlt vielen nicht nur die Zeit für die Liebe sondern auch Zeit für Freizeit.

Wer sich zu eingeengt mit dem Job fühlt, sollte über einen Jobwechsel nachdenken. Wer merkt, es werden nur noch Hobbys nachgegangen, die den anderen ausschließen, sollte offen mit demjenigen darüber sprechen. Eventuell möchte der Partner eins der Hobbys teilen oder es wird ein anderes gefunden, welches für gemeinsame Erlebnisse sorgt.

Liebe braucht oftmals zudem nicht viel Zeit. Ein netter Smiley per SMS oder ein simples „Ich liebe Dich“ mit einem langen Augenkontakt helfen zur Erhaltung der Liebe. Zusätzlich kann der Fernsehen bei Zeiten aus bleiben. Setzen Sie sich stattdessen mit Ihrem Partner mit einem Glas Wein auf den Balkon und besprechen den Tag. Eine weitere Hilfe ist es, sich den Partner einmal wieder bewusst anzuschauen und ihn bewusst zu berühren. Es ist nicht selbstverständlich, dass er da ist und somit ist es wichtig, ihm zu zeigen, dass Sie froh darüber sind, dass er da ist. Die Kleinigkeiten, die Sie am Anfang der Beziehung mit Liebe gemacht haben, sollten wieder entdeckt und eingesetzt werden.