Dating im 21. Jahrhundert

Noch vor 10 Jahren konnten Singles ausschließlich auf Zeitungsannoncen bei der Suche nach einem Partner zurückgreifen. Doch mit der Jahrtausendwende wurde das Leben von Grund auf mobiler und Begehrlichkeiten konnten schneller befriedigt werden. Mit einer Fülle unterschiedlicher Online Dating Portale, entstand eine vollkommen neue Form der Partnersuche. Dabei ist es egal, ob eine Bekanntschaft für intime Treffen oder aber die große Liebe gesucht wird. Über personalisierte Steckbriefe werden Profile erstellt und mit der Portal Datenbank gegenübergestellt. Hier vergleichen entsprechende Algorithmen die einzelnen Profile und ermitteln so eine optimale Partnerauswahl.

Die wilde Jugend

So unterschiedlich die angebotenen Interessen durch die Dating Plattformen sind, das unter 30 Klientel erreichen sie in der Regel nicht. Aus diesem Grund ist es wenig verwunderlich, dass sich Singles aktuell via App kennenlernen und verabreden. Der Trend hin zu solchen Smartphone basierten Anwendungen begann mit „Grindr“. Mit diesem App war es homosexuellen Männern erstmals möglich schnell und unkompliziert Sexpartner zu finden. Die Anwendung wurde in kürzester Zeit zu einem großen Erfolg und fand etliche Nachahmer.

Die Einfache, der Hund und das Ende

Für Hobby-Leichtathleten gibt es Laufapps, wer romantisch sein möchte es aber nicht ist, bekommt ein Gedicht aufs Smartphone geschickt und wer ganz unverblümt jemanden kennenlernen möchte, benutzt „Tinder“. Diese Anwendung ist eingeschlagen wie eine Bombe und hat ganz offensichtlich den Nerv vieler User getroffen. Dabei ist sie einfach und bedienerfreundlich gestaltet. Ohne die klassischen Angaben von Hobbys, Alter oder Beruf, entscheiden die Benutzer lediglich über ein Foto des anderen. Dieses zieht die App wiederum vom jeweiligen Facebook Profil. Gefällt beiden ihr gegenüber, ist die Verbindung fix und es kann losgeflirtet werden.

Wem des Menschen liebster Freund, der Hund, als Unterhaltungspartner während der routinierten Gassigänge nicht ausreicht, findet über „Snoopet“ Gleichgesinnte. Hier können Benutzer via App ihre Gassiroute markieren und einchecken. Haben sie das getan, zeigt ihnen die App weitere Benutzer auf diesem Spaziergang an. Ob dadurch allerdings ein heißer Flirt entsteht, bleibt dahingestellt. Für eine nette Begleitung reicht sie dennoch allemal.

Es gibt aber auch die andere Seite der Medaille. Paare trennen sich, wobei die Ursache in den unterschiedlichsten Gründen verhaften sein kann. Bei gemeinsamen Freunden oder sportlichen Aktivitäten, ist es oft schwierig dem oder der Ex aus dem Weg zu gehen. Besonders in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, verbreiten sich Nachrichten, Bilder oder Videos mit unglaublicher Geschwindigkeit. Um nicht jeden Tag dem Konterfei des Ex-Partners gegenüber treten zu müssen, haben Entwickler „Killswitch“ geschaffen. Mit dieser Anwendung werden sowohl das Profil, Fotos, Beiträge, Videos und auch Markierungen „diskret“ aus den entsprechenden Netzwerken gelöscht.

Ich trau mich nicht ihn/sie anzusprechen

Die Zeiten in denen Partner nicht zu einander fanden, weil sich keiner von ihnen traute den ersten Schritt zu wagen, rücken in weite Ferne. Mit einer Vielzahl an Anwendungen ist es möglich, für jede Art der Freizeitgestaltung die passende Begleitung zu finden. Mal gelingt dies leichter und mal ist etwas mehr Engagement erforderlich, doch am Ende haben sich noch alle gefunden.